Maßnahmen zur Leerstandsbekämpfung

Stefan Urbat, Spitzenkandidat zur Gemeinderatswahl, Listenplatz 1Stefan Urbat, Spitzenkandidat zur Gemeinderatswahl, Listenplatz 1
Stefan Urbat, Spitzenkandidat der Piraten zur Gemeinderatswahl erklärt:

»Die städtische Wohnungspolitik funktioniert nicht richtig. Die SWSG hat im vergangenen Jahr statt der versprochenen 100-200 neuen Wohnungen lediglich 65 fertigstellen können, also selbst das eher magere Ziel verfehlt. Gleichzeitig werden im Bereich des Europaviertels derart teure Wohnungen geschaffen, dass sie aufgrund der Kosten den meisten Stuttgartern verschlossen bleiben werden. Hier bahnen sich ganz große Probleme an, und die Stadt muss dringend gegensteuern.

Finanzbürgermeister Föll hat vergangenes Jahr auf Grundlage des Zensus geschätzt, dass 11.500 Wohnungen in Stuttgart leerstehen. Die überfällige Leerstandsabgabe alleine wird dem Problem aber nicht Herr werden. Stattdessen muss die Stadt ein Angebot schaffen, dass sich mit den Ursachen des Leerstands befasst. Für viele Menschen ist eine Eigentumswohnung Teil ihrer Vorsorgeplanung. Wohnungsvermietung ist aber gleichzeitig mit Aufwand und Risiken behaftet.Mögliche Probleme mit Mietern und der bürokratische Aufwand sorgen unserer Einschätzung nach dafür, dass zahlreiche Eigentümer ihre Wohnung lieber unvermietet lassen, als diese Risiken auf sich zu nehmen.

Deshalb möchten wir hier über die SWSG ein maßgeschneidertes Angebot für diese Wohnungseigentümer schaffen. Hierbei sollen die Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Wohnung dauerhaft oder auf Zeit der SWSG zu überlassen, die sich fortan um die Vermittlung der Wohnung kümmert und die Risiken einer Vermietung für den Eigentümer mindert. Selbst wenn nur ein Bruchteil der Eigentümer leerstehender Wohnungen dieses Angebot nutzen würde, würde das Konzept alle bestehenden Maßnahmen bei weitem übertreffen, bei verhältnismäßig geringem Aufwand. Die Leerstandsabgabe alleine kann das nicht leisten.«

Ein Kommentar

  1. 1

    Finde das einen guten und sehr sehr wichtigen Hebel. Es ist absurd, dass junge Menschen keine (leistbaren) Wohnungen finden und gleichzeitig tausende Wohnungen leer stehen. Bei uns in Wien gibt es Schätzungen, dass 80.000 Wohnungen leer stehen.

    Maßnahmen wie eine Leerstandsabgabe werden aber in Österreich bis jetzt nicht einmal diskutiert.

    Wir in Wien haben im Herbst 2015 Gemeinderatswahl. Und dieses Thema wird sicher ein wichtiger Programmpunkt im Wahlprogramm der Piraten. Wir werden da die eine oder andere Idee bei euch abschreiben. ;)

    Viel Erfolg bei der kommenden Wahl
    Christoph (Pirat aus Wien)

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