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Ein kommunal vernetztes Anmeldesystem gegen den Frust bei der Kitasuche

Judith Peters, Kandidierende zur Gemeinderatswahl, Listenplatz 4Judith Peters, Kandidierende zur Gemeinderatswahl, Listenplatz 4
»Habt ihr schon einen Kitaplatz?«. Kaum eine Frage beschäftigt werdende und frischgebackene Eltern so sehr wie die der Kinderbetreuung. Und nirgendwo sonst in Stuttgart ist die Betreuungssituation so schlecht wie in Plieningen und Birkach – im Stadtviertel von Judith Peters, Kandidierende der Piratenpartei (Listenplatz 4) für die Gemeinderatswahl. Keine guten Erinnerungen hat die selbständige Werbetexterin und Konzepterin daher an den Frühling und Sommer 2012 als sie für ihre Tochter einen Kita-Platz suchte. »Es war ein sehr frustrierender Marathonlauf an dessen Ende kein Kitaplatz herauskam. Dafür habe ich über Umwege eine tolle Tagesmutter gefunden, mit der ich sehr zufrieden bin.«

Die monatelange Suche, das Recherchieren und Herumtelefonieren, das Erfragen der Länge der Warteliste, Termine ausmachen, sich vorstellen, nur um dann letztendlich eine Absage nach der anderen zu bekommen – diese Erfahrung fasst Judith Peters rückblickend so zusammen: »Es wäre eine riesige Erleichterung für Eltern, wenn das alles einfacher ginge. Als online-affine Mutter war meine erste Anlaufstelle natürlich KiTS, der Online-Service der Stadt Stuttgart bei dem man einen geeigneten Kitaplatz suchen kann. Allerdings bietet dieser Service nicht viel mehr als die Broschüre, die man nach der Geburt eines Kindes vom Jugendamt erhält. Denn gerade die wichtigsten Informationen für suchende Eltern, freie Plätze und die Länge der Warteliste, werden bei KiTS nicht angezeigt.«

Die Lösung des Problems kann das kommunal vernetzte Anmeldesystem sein. Die von der Piratenpartei Stuttgart entwickelte Idee nimmt das bestehende KiTS als Grundlage. Zusätzliche Informationen wie Fotos, die Länge der Warteliste, aktuell freie und ab Herbst freiwerdende Plätze der jeweiligen Einrichtung bieten einen großen Mehrwert, da hunderte Eltern nicht mehr jedes Jahr aufs Neue diese Informationen für sich zusammentragen müssten. Herzstück des kommunal vernetzten Anmeldesystems wäre jedoch, wie der Name schon sagt, die Möglichkeit, die Kinder bei KiTS auch für z.B. bis zu drei Tageseinrichtungen städtischer Trägerschaft anzumelden. Die Probleme der Mehrfachanmeldungen und der ellenlangen Wartelisten wären damit gelöst, der Aufwand bei den Kitas reduziert. Für die Stadt würde dieses Feature die Frage beantworten, wie viele Betreuungsplätze in den Stadtteilen wirklich benötigt werden. Und Eltern würde diese Funktion eine Menge Aufwand und Ärger ersparen.

Quellen und Verweise: