Stuttgart braucht endlich einen anständigen ÖPNV-Nachtverkehr

Anke Daiber, Spitzenkandidatin der Piratenpartei zur Gemeinderatswahl, Listenplatz 2Anke Daiber, Spitzenkandidatin der Piratenpartei zur Gemeinderatswahl, Listenplatz 2
Unattraktive Linienführung und schlechte Abdeckung: Stuttgart macht vor, wie man Nachtbusse nicht betreiben sollte. Von den Verantwortlichen wird das Problem ignoriert, es ist die Rede davon, dass ja kein Bedarf da sei. Kein Wunder, bei dieser Linienführung, meinen die Piraten. Anke Daiber, Spitzenkandidatin der Piratenpartei zur Gemeinderatswahl auf Listenplatz 2 erklärt:

»Bisher war jede Verbesserung des Nachtverkehrs in Stuttgart, wie zuletzt mit der Einführung des nächtlichen S-Bahn-Verkehrs, ein großer Erfolg. Trotzdem steht man was weitere Verbesserungen angeht auf der Bremse.

Für jüngere Menschen wie auch für die Clubbetreiber in Stuttgart ist die momentane Situation nur wenig attraktiv und steht einem belebten Nachtleben in Stuttgart an Wochenenden im Weg. Wir möchten, dass hier endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden und ein Nachtverkehr mit Stadtbahnen eingerichtet wird.

Darüber hinaus sollte es auch unter der Woche endlich einen Nachtverkehr geben, um für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs die sehr unangenehme Lücke in der Betriebszeit zu schließen.«

Die Zukunft der S-Bahn-Stuttgart

Nikolai Kliewer, Spitzenkandidat der Stuttgarter Piraten zur RegionalwahlNikolai Kliewer, Spitzenkandidat der Stuttgarter Piraten zur Regionalwahl
Die S-Bahn-Stuttgart in ihrer heutigen Form ist insbesondere in Stuttgart nicht zukunftsfähig und stellt regelmäßig die Geduld der Fahrgäste auf die Probe. Zu den notwendigen von den Piraten ausgearbeiteten Maßnahmen äußert sich Nikolai Kliewer, Spitzenkandidat zur Regionalwahl:

»Die zu hohe Auslastung der Stammstrecke führt zu regelmäßigen Verspätungen und verhindert die Schaffung benötigter Linienführungen und Verbindungen. Die Einführung der ET430-Züge mit den durch mangelhafte Türen verursachten längeren Abfertigungszeiten haben endgültig verdeutlicht, wie dringend hier gehandelt werden muss.

Wir fordern daher die reguläre Miteinbeziehung der Gäubahn in Stuttgart in das S-Bahn-Netz. Damit einhergehen muss selbstverständlich, dass die Strecke endlich mit angemessenen Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet wird. Eine neue S-Bahn-Station, etwa im Bereich der Lenzhalde, würde darüber hinaus die Nahverkehrsanbindung in dem Bereich verbessern und die Busse entlasten. Hierbei würde es sich um eine besonders kostengünstige Erweiterung der S-Bahn handeln, da die Gäubahn in Stuttgart bereits grundsätzlich für den S-Bahn-Betrieb ausgelegt ist.

Darüber hinaus sollte die Einführung einer Tangentialverbindung zwischen Bad Cannstatt und dem Nordbahnhof ernsthaft in Betracht gezogen werden. Dies würde mit relativ geringem Aufwand zu einer merklichen Entlastung des Hauptbahnhofes führen. Auch der Ringschluss im Süden zwischen Filderstadt und Wendlingen muss zügig angegangen werden.

Wir sehen überfüllte und verspätete S-Bahnen, unattraktive Taktfrequenzen sowie fehlende Verbindungen als zentralen Grund dafür, dass viele Menschen in der Region den Invidiualverkehr der S-Bahn vorziehen. Wenn wir die Verkehrs- und Feinstaubprobleme in Stuttgart in den Griff bekommen wollen, führt kein Weg an einer signifikanten Verbesserung der S-Bahn vorbei.«