Bildung đŸ«

Ausbau der Betreuung

Wir fordern den umgehenden Ausbau der Betreuung an den KindergÀrten der Landeshauptstadt Stuttgart und die erforderliche Aufstockung des Personalbestandes, um EngpÀsse zu vermeiden.

Selbstbestimmtes Leben – spielerisch Voraussetzungen erlernen

In den ersten Jahren werden wichtige Voraussetzung fĂŒr ein spĂ€teres selbstbestimmtes Leben geschaffen. Diese FĂ€higkeiten sollen spielerisch unter BerĂŒcksichtigung der unterschiedlichen Interessen der Kinder in alle Bildungsfelder vermittelt werden.

Chancengleichheit bei der frĂŒhkindlichen Bildung

Kinder sollen entsprechend ihrer Begabung und unabhĂ€ngig der sozialen und kulturellen Herkunft die bestmöglichen Voraussetzungen fĂŒr den Schulbeginn und ihr weiteres Leben erwerben.

Kostenlose Kinderbetreuung

Wir setzen uns fĂŒr eine kostenlose Kinderbetreuung ein. Die Betreuung soll nicht nur als Übergang, sondern als Teil des integrierten Bildungs- bzw. Schulsystems gesehen werden.

Freiwillige Inanspruchnahme des Betreuungsangebotes

Die Inanspruchnahme des Betreuungsangebotes fĂŒr U3-JĂ€hrige soll freiwillig sein. Wir erkennen die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung in den ersten Lebensjahren an.

101% – Lieber ein Platz zu viel als einer zu wenig

Wir setzen wir uns fĂŒr ein Betreuungsplatzangebot von 101 %, bezogen auf den tatsĂ€chlichen Bedarf, ein. Sowohl fĂŒr die U3-, als auch fĂŒr die Ü3-JĂ€hrigen soll ohne lĂ€ngere Wartezeit ein Angebot in WohnnĂ€he verfĂŒgbar sein.

Mehr Personal in der Betreuung

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der BetreuungsplĂ€tze ist bei der erforderlichen Aufstockung des Personalbestands der BetreuungsschlĂŒssel entsprechend europĂ€ischer Standards einzuhalten. Das bedeutet ein VerhĂ€ltnis von Betreuern zu Kindern von 1:3 fĂŒr Ein- bis ZweijĂ€hrige und 1:4 fĂŒr Zwei- bis DreijĂ€hrige.

Höherer Anteil mÀnnlicher Erzieher in der Betreuung

Wir setzen uns fĂŒr einen höheren Anteil mĂ€nnlicher Erzieher in der Betreuung ein. MĂ€nnliche und weibliche Erzieher haben in ihrer Funktion als Bezugsperson die gleiche Bedeutung.

Mitarbeiter mit Migrationshintergrund

Wir unterstĂŒtzen eine höhere Quote von Mitarbeitern mit einem Migrationshintergrund. Der Zugang zu Kindern und Eltern mit einem Migrationshintergrund ist durch Mitarbeiter, die selber einen Migrationshintergrund haben, leichter.

Qualifizierte Ausbildung

Wir unterstĂŒtzen die BeschĂ€ftigung von mehr FachkrĂ€ften mit dem Abschluss eines FH- oder Hochschulstudiums, sowie das Angebot kontinuierlicher Weiterbildungsmaßnahmen. Eine bestmögliche Ausbildung spielt bei der Kinderbetreuung eine entscheidende Rolle.

Bessere Bezahlung

Wir setzen uns fĂŒr eine ĂŒbertarifliche Bezahlung in der Kinderbetreuung ein. Zum einen soll dies dem FachkrĂ€ftemangel in der Betreuung entgegenwirken und zum anderen die Wertigkeit der TĂ€tigkeit widerspiegeln.

QualitÀt vor QuantitÀt beim Neubau von KiTas

Neben dem Ausbau bereits vorhandener ist auch der Bau neuer KiTas erforderlich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Unterversorgung und dem Rechtsanspruch seit August 2013 muss QualitÀt vor QuantitÀt gelten. Eine befristete Absenkung von Baustandards gilt es zu vermeiden

Kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen

Wir setzen uns fĂŒr eine vorausschauende Planung bei der Modernisierung von Betreuungseinrichtungen sowie fĂŒr kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen ein.

Gleichrangige UnterstĂŒtzung von TrĂ€gern

Sofern die Rahmenbedingungen erfĂŒllt sind, sollen öffentliche und freie TrĂ€ger die gleiche Priorisierung erfahren. In Stadtteilen mit einem signifikanten Anteil beispielsweise muslimischer Familien, ist ein entsprechendes Angebot geeigneter TrĂ€ger zu berĂŒcksichtigen.

StÀdtische Eigenbetriebe als Vorbild betrieblicher KiTas

Die Verbesserung der Betreuungssituation in den KiTas der Eigenbetriebe soll als Vorbildfunktion fĂŒr das Engagement der Unternehmen dienen.

Benchmarking und Best Practices zur QualitÀtssteigerung

Ein kontinuierlicher Vergleich von KiTas sowohl in der Region, als auch in Europa, erhöht die QualitĂ€t der Einrichtungen und verbessert die Chancengleichheit der Kinder. Die nach einem Benchmarking ermittelte beste Vorgehensweise (Best Practices) gilt es vollstĂ€ndig zu ĂŒbertragen oder zumindest im Sinne von Good Practices punktuell zu ĂŒbernehmen.

Vereinbarung von Beruf und Familie

Die Öffnungszeiten sollen sich an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren. Im Sinne der Work-Life-Balance ist der Betrieb wĂ€hrend der Ferien zu gewĂ€hrleisten.

Integration und Inklusion

Wir setzten uns fĂŒr eine Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den KiTas ein. Kindern mit einer Behinderung sollen ein ungehinderter, d.h. auch selbstbestimmter Zugang zum gemeinsamen Lernen, eine individuell angemessene hochwertige Betreuung und eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden.

Kulturelle Vielfalt nutzen

Die Zuwanderung von Menschen mit einem Migrationshintergrund stellt eine Bereicherung fĂŒr unsere Gesellschaft dar. Kultur und Sprache von Kindern mit einem Migrationshintergrund soll spielerisch in den KiTa-Alltag einfließen.

Sprachförderung im Hinblick auf die Einschulung

Die Entwicklung, sowohl im SprachverstĂ€ndnis und als auch im Ausdruck, muss durch aktive UnterstĂŒtzung erfolgen. Kontinuierliche ÜberprĂŒfungen durch Betreuer vor Ort gewĂ€hrleisten eine individuell angepasste Förderung in Bezug auf die Integration und Einschulung.

Förderung von Familienzentren

Wir setzten uns fĂŒr den Neubau von Familienzentren und den Ausbau von KiTas zu solchen ein. An diesem Ort der Begegnung werden Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder in Kursen durch ausgebildete FachkrĂ€fte beraten und unterstĂŒtzt im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.

Elternbildung besser nutzen

In den Betreuungseinrichtungen sollen Elternkurse in deutscher als auch in auslĂ€ndischer Sprache zu den Themen Bildung, Erziehung und Gesundheit von ausgebildeten Mentoren gehalten werden, die zum Teil selbst Eltern mit Migrationshintergrund sind. Die Initiative fĂŒr Kinder- und Familienbildung (KiFa) leistet dies vorbildlich.

Vernetzung von Familien mit Migrationshintergrund verbessern

Die Verbesserung der Vernetzung, besonders von Familien mit einem Migrationshintergrund, ist ein zentraler Aspekt der Kinder- und Familienpolitik. Allerdings bringen Familien mit einem Migrationshintergrund ihre Kinder oftmals nicht zur Betreuung. Die Vernetzung und damit verbundene bessere Einbindung in die Gesellschaft soll deswegen im Familienzentrum und durch den gezielten Einsatz von Sozialarbeitern, die selber einen Migrationshintergrund besitzen, erfolgen. Wir setzen uns fĂŒr eine qualifizierte Ausbildung und höhere Bezahlung von Sozialarbeitern ein.

Elternbeteiligung

Eine frĂŒhzeitige Evaluation vor Beginn des Kindergartenjahres soll relevante Daten, wie beispielsweise den Bedarf an PlĂ€tzen in Wohn- bzw. ArbeitsnĂ€he und gewĂŒnschte Öffnungszeiten ermitteln. Bei einer geringen RĂŒcklaufquote gilt es, ein zeitnahes Nachfassen durchzufĂŒhren. Eltern aus umliegenden Gemeinden soll die Möglichkeit der Partizipation angeboten werden.

Kommunal vernetztes Online-Anmeldesystem

Die per Elternbefragung ermittelten Kriterien und jeweiligen AusprĂ€gungen sollen bei der Anmeldung fĂŒr einen Betreuungsplatz abrufbar sein. Die Vernetzung der Kommunen und TrĂ€ger soll bei der Vergabe der BetreuungsplĂ€tze in Form eines Anmeldesystems die Warteschlangenproblematik lösen. Die Ergebnisse werden mit dem Konzept des kommunal vernetzten Online Anmeldesystems (KOA) der Piratenpartei Stuttgart abgebildet.

Einrichtung einer Sammelbörse fĂŒr Musikinstrumente und Werkzeuge

Wir setzen uns fĂŒr die Einrichtung von Sammelbörsen fĂŒr gespendete Musikinstrumente und fĂŒr Werkzeuge ein. Die Zielgruppe sind Grundschulen im Stadtgebiet. Das Ziel dieser Sammelbörsen ist es, Kindern frĂŒhzeitig den Kontakt zum Musizieren und Handwerken zu ermöglichen, da BeschĂ€ftigungen solcher Art eine gesunde und vielseitige Entwicklung fördern. Die Musikinstrumente und Werkzeuge sollen auch fĂŒr andere Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen, Vereine und Musikschulen verfĂŒgbar sein, sofern kein Bedarf von einer Grundschule angemeldet wurde.

Keine Bundeswehr an Schulen

Die Piratenpartei lehnt Werbeveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen ab. Wird ein Angehöriger der Bundeswehr jedoch im Rahmen des Unterrichts eingeladen, ist fĂŒr entsprechende Ausgewogenheit zu sorgen, z. B. durch Hinzuziehen eines bundeswehrkritischen Referenten.

StÀrke-Gutschein

Wir fordern die VerlĂ€ngerung der GĂŒltigkeit der STÄRKE-Gutscheine von einem auf drei Jahre. Die Stadt Stuttgart gibt Bildungsgutscheine im Wert von 40 Euro an alle Eltern Neugeborener aus. Diese sind prinzipiell eine sehr gute Sache, da sie Eltern zum Besuch von Kursen motivieren mit dem „Ziel durch StĂ€rkung der Elternkompetenzen, insbesondere der Erziehungskompetenz, Kinder zu stĂ€rken und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern.“ Leider sind diese Gutscheine nur ein Jahr gĂŒltig. Viele Eltern kommen daher nicht dazu, sie einzulösen. Zudem sind viele Kurse nur fĂŒr Eltern mit Kleinkindern geeignet, so dass die einjĂ€hrige GĂŒltigkeit der Gutscheine der breiten Vielfalt der angebotenen Kurse nicht gerecht wird.