Drogenpolitik 🚬

Cannabis Social Club

Als Antwort auf den gescheiterten Krieg gegen Drogen und die unsachgemäße Prohibition und Repression gegen Cannabis-Konsumenten versucht die Landeshauptstadt eine sozial kontrollierte Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken auf kommunaler Ebene mit dem Modell des Cannabis Social Club um-zusetzen. Dies erfolgt in vier Schritten:

  1. aktuell schon in Arbeit in runden Tischen und per Antragsentwurf ist ein Testmodell als Club mit einer Begrenzung auf 100 Mitglieder in nicht zu ländlichen Teilen der Stadt Stuttgart, in dem nur die Mitglieder vorher angemeldete Mengen von dort angebautem Cannabis vor Ort konsumieren können. Eine wissenschaftliche Evaluation des Modellversuchs zusammen mit von der Stadt Stuttgart vorgegebenen strikten Satzungsrahmenregeln (u.a. Mitgliedsalter mindestens 21, Hauptwohnsitz Stuttgart) wird dabei durchgeführt. – Ein Verein Cannabis Social Club Stuttgart (CSCS) e.V. ist bereits beim Amtsgericht registriert und steht als Träger zur Verfügung.
  2. gelingt es dafür eine Mehrheit im Gemeinderat zu gewinnen, dann wird der notwendige Antrag an das Bundesmedikamentenamt für ein drogenpolitisches Ausnahmemodell gemäß 1. gestellt.
  3. wenn das Bundesamt die Genehmigung erteilt, wird aufgrund dieser und der Regeln von 1. der Versuch über mindestens zwei Jahre durchgeführt und die Evaluation erstellt.
  4. bei positiver Evaluation wird das Modell auf auch wirtschaftlich tragfähigere, mehrere Clubs mit jeweils maximal 500 Mitgliedern ausgedehnt (mehr als 500 Mitglieder haben sich in Barcelona, wo es viele solche Clubs gibt, als problematisch erwiesen), wozu die Satzung der Stadt Stuttgart erneut angepasst werden muss.