ÖPNV 🚌

Die Piratenpartei setzt sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik in Stuttgart ein, deshalb fordern wir folgende Punkte:

Fahrscheinfreier Nahverkehr

Die Mobilität der Menschen und damit ihre Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Leben hängt wesentlich von der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ab. Wir wollen daher eine umlagefinanzierte Nutzung des ÖPNV einführen, um das soziale Recht der Mobilität vom Einkommen des Einzelnen abzukoppeln. Dazu wird das Land Baden-Württemberg aufgefordert, eine Nahverkehrsabgabe zu ermöglichen und diese insbesondere über den Verband Region Stuttgart erheben zu lassen, so dass auch der ÖPNV in Stuttgart darüber finanziert werden kann. Im Rahmen dessen wird dann auch mit den dadurch eingenommen Mitteln der ÖPNV ausgebaut und schrittweise das Bezahlticket verbilligt und am Ende abgeschafft.

Nachtverkehr

In Stuttgart soll ein durchgehender Nachtverkehr der S-Bahnen und Nachtbusse auch unter der Woche angeboten werden. Des Weiteren fordern wir testweise einen nächtlichen Stadtbahnverkehr am Wochenende im Stundentakt.

Ausbau des Nahverkehrsnetzes

Zum Ausbau des Stuttgarter Nahverkehrs sollen Tangentialverbindungen sowie Ringschlüsse realisiert werden, um die überfüllten Stammstrecken in der Innenstadt zu entlasten.

Zentraler Omnibusbahnhof

In der Innenstadt kann durch einen zentralen Omnibusbahnhof, möglichst in der Nähe des Hauptbahnhofs, ein zentraler Verkehrsknotenpunkt geschaffen werden.

Weitblick bei Neu- und Umbauten

Schon heute soll zukunftsorientiert für mögliche Streckenerweiterungen und ein steigendes Passagieraufkommen geplant und gebaut werden.

Veröffentlichung von Fahrgasterhebungen

Die Stadt Stuttgart wird aufgefordert, den Verkehrsverbund VVS anzuweisen, die bei Fahrgasterhebungen erhobenen Daten zu veröffentlichen. Dies gilt sowohl für Rohdaten, unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Kriterien, als auch für die erarbeiteten Ergebnisse.

Tangentialverbindung Bad Cannstatt – Nordbahnhof

Eine Entlastung der Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Schwabstraße ist dringend erforderlich. Deshalb setzen wir uns für die Einfühung einer Tangentialverbindung zwischen Bad Cannstatt und dem Nordbahnhof ein, es könnte z.B. eine Bahn von Esslingen nach Ludwigsburg mit entsprechenden Zwischenstationen eingesetzt werden.

Bessere Anbindung von Birkach und Asemwald an das Netz des ÖPNV

Die Stuttgarter Stadtteile Birkach und Asemwald sind nur ungenügend an das Netz des ÖPNV angeschlossen. Lediglich der 70er-Bus fährt tagsüber regelmäßig im 10-Minuten-Takt, nach 20 Uhr wartet man jedoch nach dem Aussteigen aus der U-Bahn bei Ruhbank Fernsehturm oft eine halbe Stunde auf den Bus nach Birkach. Die Busse, die Asemwald und Birkach befahren, fahren teilweise im 20- oder sogar nur im 30-Minuten-Takt. Der 74‘er-Bus fährt unter der Woche teilweise und am Wochenende nur im Stundentakt. Wichtige Verbindungslinien wie der 71er-Bus nach Degerloch fahren nach 20 Uhr und am Wochenende gar nicht mehr. Eine bessere Anbindung von Birkach und Asemwald an das ÖPNV-Netz ist daher dringend angeraten. Dies kann kurzfristig z.B. über kürzere Taktzeiten der bestehenden Busse erfolgen. Langfristig sollte der Anschluss von Birkach als letzter Stuttgarter Stadtteil an das U-Bahn-Netz eruiert werden.

Gäubahn als S-Bahn-Strecke

Wir setzen uns dafür ein, dass insbesondere zur Entlastung der Stammstrecke die Gäubahn in Stuttgart regulär von der S-Bahn befahren wird. Im Bereich der Lenzhalde soll an geeigneter Stelle eine neue S-Bahn-Haltestelle geschaffen werden. Im Rahmen der hierzu erforderlichen Änderungen an den Linien soll die Möglichkeit geprüft werden, die Linie S60 als Ring-Linie über die Gäubahn verkehren zu lassen.

S-Bahn-Ringschluss

Zur besseren Erschließung der Städte im Süden von Stuttgart und zur zusätzlichen Entlastung der Stammstrecke setzen wir uns für den Bau einer S-Bahn-Verbindung zwischen Filderstadt und Wendlingen ein.

Bessere Anbindung der Stadtteile an den Nahverkehr

In einigen Stadtteilen, beispielsweise in Zazenhausen, den neuen Wohngebieten in Zuffenhausen und Büsnau/Lauchau ist die die Nahverkehrsabdeckung nur mangelhaft ausgebaut. Dort müssen dringend neue Linien geschaffen und bestehende Linien fahrgastfreundlicher getaktet werden.

Stufenweise Fahrpreissenkung nach dem Vorbild der 365 € Jahreskarte

Die Einführung eines fahrscheinlosen Nahverkehrs erfordert eine deutliche Steigerung der Kapazitäten der Linien. Um neue Kapazitätsengpässe zu vermeiden, fordern wir die stufenweise Senkung der Fahrpreise.

Als Vorbild sollte insbesondere die außerordentlich erfolgreiche 365€-Jahreskarte in Wien dienen.

Vereinfachtes Studententicket zwischen Universitätsstädten

Die Tarifstruktur des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs in der Metropolregion Stuttgart stellt eine unangenehme Hürde für die Vernetzung der Universitäten dar. Daher fordern wir die Schaffung gemeinsamer Zeitkarten für den Verkehrsbund Stuttgart, den Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr sowie den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau.

Verringerung des Verkehrslärms

In engen Kurven und/oder scharfen Weichen soll die SSB lärmmindernde Maßnahmen wie in Zürich (Anfeuchtung oder Schmieren der Schienenkronen) durchführen, um die Anwohner nicht unnötig mit Rad-Schienenlärm zu belasten.