Wohnen 🏠

Familienorientierte Wohnraumförderung

Wir fordern eine familienorientierte und altersgerechte Wohnbauförderung für das gesamte Stadtgebiet.

Anteil sozialer Wohnungsbau

Wir fordern über die vorgesehene Erhöhung der SIM-Quote (Stuttgarter Innenentwicklungsmodell, Anteil von sozial-/geförderten Wohnungen) auf 30% wie in München hinaus eine Erhöhung derselben auf 50%, gleich verteilt auf Sozialwohnungen mit verlängerter Mietpreisbindung (30 Jahre wären sinnvoll) sowie vergünstigter Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher (keine preistreibenden Luxuselemente).

Städtische Wohnungsbaugesellschaften

Gemäß dem Beschluss über den Zuwachs an Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWSG wird angestrebt, den Gesamtbestand an Wohnungen der Landeshauptstadt und ihrer 100% Beteiligungsgesellschaft SWSG auf 25% wie in Zürich auszubauen. Auf längere Sicht kann auch der deutlich höhere Anteil von Wien angestrebt werden. Mittel im Haushalt für den Aufkauf von Immobilien durch die Stadt sind bereits vorhanden. Die SWSG wird stärker als bisher (möglichst in der Rechtsform einer gGmbH) auf die sozialen Belange bezahlbaren Wohnraums ausgerichtet, insbesondere sind die Mieterhöhungen sehr niedrig anzusetzen, um dem Anstieg des Mietspiegels zu begegnen.

Verantwortliche Nutzung freiwerdender städtische Flächen

Freiwerdende Bauflächen sollten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWSG mit klaren Auflagen hinsichtlich Mietpreisbindung übertragen werden. Ist ein solches Vorgehen zu teuer, ist alternativ auf eine hohe Sozialwohnungsquote von idealerweise 50% zu achten und Genossenschaften und sozial sinnvolle Konstruktionen wie das Miethäusersyndikat sind zu bevorzugen.

Ausbau von Studentenwohnungen

Die Piraten fordern, dass weiter aus öffentlicher Hand finanzierter und bezahlbarer Wohnraum für Studenten in Stuttgart geschaffen wird.

Verkauf städtischer Flächen

Es werden grundsätzlich keine städtischen Flächen und Gebäude an private Eigentümer welcher Art auch immer verkauft. Dafür gibt es ein paar wenige Ausnahmen:

  • Flächentausch: falls nur per Tausch mit anderen Grundstücken die Möglichkeit besteht, an für die Stadt Stuttgart zur städtischen Immobilienentwicklung wichtige Flächen heranzukommen, ist dies möglich, wenn die Gesamtfläche und die Qualität der städtischen Immobilien so nicht sinkt.
  • In geringem Umfang kann abseits des Verkaufs oder der Verpachtung (Erbpacht) an die SWSG von städtischen Immobilien an Genossenschaftswohnbau oder Modelle wie das Mietshäusersyndikat verkauft werden. Auch hier darf netto kein Verlust an städtischen Immobilien eintreten, d.h. es muss jährlich mehr von der Stadt erworben als verkauft werden.